Baby und Katze im Haushalt – funktioniert das?

Oft wird mir diese Frage gestellt, wenn ich erzähle wir haben einen Kater im Haus. Wie reagiert die Katze auf das Baby und gibt es Probleme? Doch dazu gleich mehr. Zunächst möchte ich euch Louis unseren Kater näher vorstellen. Er ist eine Bristish Kurzhaar Rassekatze, sehr verspielt und schmust kaum. Er wird als Wohnungskatze gehalten und wurde früh kastriert.

Unser Kater Louis war sechs Jahre alt als unser Baby auf die Welt kam. Bis zu diesem Tag war er unsere Nummer eins und hat unsere volle Aufmerksamkeit genossen. Doch das Baby änderte alles für ihn. Plötzlich waren wir nicht mehr bereit so oft mit ihm zu spielen und das hat ihm zu Beginn sehr zu schaffen gemacht. Er wurde sehr anhänglich und forderte plötzlich ab und an seine Schmuseeinheiten lautstark ein, was zuvor sehr unüblich war. Die Geräuschkulisse war für ihn auch neu und lautes Babyschreien mag er überhaupt nicht, also verzieht er sich die meiste Zeit ins Schlafzimmer und schläft dort. In den letzten Monaten hat sich das aber wieder geändert und er sucht verstärk unsere Nähe, auch wenn es etwas lauter und wilder zugeht. Was er nach wie vor nicht mag ist auf Tuchfühlung mit unserem Sohn zu gehen. Da Babies zwar greifen können, aber nicht loslassen, war das keine gute Erfahrung für ihn zu Beginn. Das hat er einige Male mit Fellbüscheln bezahlt und ist seitdem empfindlich geworden was unkoordinierte Streicheleinheiten angeht.

In Vergangenheit hat er nur bei mir, seiner Bezugsperson, geschlafen. Das hat sich mit dem Familienbett jedoch komplett geändert und er ist zu Papas Seite gewandert oder schläft auf seiner Schlaf- bzw. Kratztonne.

Wer sich sorgen macht, dass das Baby erstickt oder gekratzt wird kann beruhigt sein. Er ist zwar sicher etwas eifersüchtig, würde aber nie etwas aggressives Unternehmen. Das einzige was er tut ist sich zu verteidigen. Dazu streckt er die Pfote hoch und kratzt im Notfall. Doch sind das harmlose leichte Kratzer und erzielen so hoffentlich beim Kind einen Lerneffekt, der von uns auch gewünscht ist. Den man sollte den Bedürfnissen der Katze gleichen Respekt zollen und gemeinsam einen Rahmen finden um stressfrei klarzukommen.

Louis wird in letzter Zeit immer stärker mit in Spiele unseres Sohnes einbezogen. Vor allem seit er laufen kann und sehr aktiv ist. Wenn wir Ball spielen ist er immer sofort mit dabei oder wenn es neues Spielzeug gibt, wird das auch direkt inspiziert. Er ist auch sehr gerne im Kinderzimmer und fühlt sich dort wohl.

Wir sind sehr froh, dass wir unser Kind mit Haustier aufwachsen sehen können. So bekommt er von Beginn an mit, dass Tiere schützenswerte, liebevolle Wesen mit eigenem Charakter sind und immer mit Respekt behandelt werden sollen, wie alle Familienmitglieder.

Foto: privat

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