Kindersitz richtig auswählen – ein Überblick

Schon bevor das Baby da ist, beginnt meist die Suche nach dem richtigen Kindersitz. Denn wie kommt man vom Geburtsort nach Hause. Eine Babyschale mit Neugeborenen-Einsatz ist eigentlich Pflichtkauf. Die Schale wird im Auto via Isofix-Halterung auf dem Rücksitz oder mit dem Autogurt befestigt. Dabei gibt es eine Zweipunkt-Gurt,  Dreipunkt-Gurt und Fünfpunkt-Gurt Variante. Die Schale wird gegen die Fahrtrichtung gesetzt, da dies sicherer ist. Bei einem Unfall wirken die Kräfte nicht so stark auf das Kind und deren Wirbelsäule, wie bei einem vorwärts gerichtetem Autositz. Eine Babyschale kann so lange genutzt werden, bis der Kopf des Kindes nicht darüber hinausragt. Spätestens dann ist ein neuer Sitz fällig.

Die Auswahl der Folgesitze ist überwältigend und es gibt zahlreiche Varianten. Vom Reborder bis zum Kindersitz mit Fangkörper, bequemer 360 Grad Drehung und Seitenaufprallschutz. Bei der Suche nach dem passenden Sitz muss man sich erst einmal einen Überblick verschaffen. Dabei kann man sich von Testurteilen leiten lassen oder im Einzelhandel die Sitze selbst testen. Wichtig ist zu allererst zu klären, ob der Wagen über eine Isofix-Halterung verfügt und ob bereits von der Babyschale eine Base genutzt werden kann. Die Base ist ein vormontierter Einsatz auf den die Babyschale oder der Kindersitz geklippt wird, ohne den Gurt extra anlegen zu müssen. Dies ist besonders praktisch, wenn die Kinder gerne im Sitz bei der Fahrt einschlafen oder kurz transportiert werden müssen. Bei vorhandener Base lohnt sich bei der jeweiligen Marke oder passenden Autositze zu bleiben. Ansonsten kann zwischen Isofix oder Gurt gewählt werden. Wir haben uns für Isofix mit einem fest montierten Sitz an der Base entschieden. Der Sitz kann nicht mehr abgeklippt werden. Was auch nicht mehr nötig ist, denn ein Transport im Sitz kommt nicht mehr in Frage. Dann muss man sich entscheiden, ob der Sitz rückwärts gerichtet, sprich ein Reborder sein soll, oder ein vorwärts gerichteter Sitz mit Fangkörper. Ein Fangkörper ist wie ein kleiner weicher Tisch der den Körper am Sitz hält. Es gibt Kinder die diesen Fangkörper nicht akzeptieren, dies sollte einem bewusst sein, wenn man sich für einen vorwärts gerichteten Sitz entscheidet.

Die aktuelle Gesetzgebung schreibt rückwärts gerichtete Sitze für Kinder bis 15 Monate vor, das sogenannte i-Size. In neuen Autos wird nur noch i-Size angeboten und Isofix als Halterung verbaut.

Reborder sind sicherer, da sie bis mindestens 13 kg nicht gedreht werden können und ein Aufprall von der Wirbelsäule besser absorbiert wird. Dafür kann ein Reborder nur bis zu einer Größe von maximal 105 cm genutzt werden. Dann wird ein weiterer Sitz fällig.

Foto: GTÜ / pixelio

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