Im Rückblick: Fernreisen mit Baby

Wir sind zurück nach drei Wochen Fernreise. Bevor ich zu meinem Rückblick aushole, es war fantastisch. Und ich möchte es jedem, der darüber nachdenkt, empfehlen mit Baby zu verreisen.

Wir haben drei Wochen Asien und zwei Länder hinter uns. Zuerst Singapur und dann weiter nach Indonesien. Gerade im Herbst macht diese Reise Sinn, denn es ist nicht mehr Hochsaison und das Wetter noch hervorragend. Mit Singapore Airlines sind wir in Frankfurt mittags gestartet und kamen am frühen Morgen in Singapur an. Der Hinflug war problemlos, denn unser Baby konnte im Bassinet/Babykörbchen schlafen. Nach einem Tag war auch der Jetlag verflogen. Wir haben fantastische vier Tage in der grünsten Stadt Asiens verbracht, indem wir den neuen und alten botanischen Garten besuchten und viele Shopping Malls durchwanderten. Direkt auf der Orchard Road war unser Hotel gelegen und so mitten im Einkaufs-Hotspot Singapurs. Problemlos kann man mit dem Buggy alle Ziele erreichen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind für Familien bestens geeignet. Überall kann man einen Priority-Sitz ergattern und in speziellen Baby Rooms wickeln, stillen, füttern. Die Zeit verfliegt mit Baby unglaublich schnell und wir wurden überall sehr herzlich und kinderfreundlich behandelt. In den Supermärkten ist es unproblematisch Babykost und Windeln zu kaufen. In Singapur ist das Leitungswasser trinkbar und so muss man sich auch keine Sorgen um die Gesundheit machen.

Nach vier Tagen flogen wir weiter nach Bali und kamen sehr spät im Strandhotel im Süden der Insel an. Der erste Tag war dem Strand gewidmet und wir genossen die erste Meeresbriese im Jahr. Mit UV-Schutzkleidung und Sonnencreme ausgestattet haben wir die erste Woche am Pool und Strand verbracht. Das Hotelpersonal war unglaublich zuvorkommend und auch hier wieder total kinderfreundlich. Überall Kindersitze und spezielles Babyessen waren kein Thema. Auch die Hitze machte uns nicht zu schaffen, denn durch die Nähe zum Meer weht immer ein kühler Wind. Die letzte Urlaubswoche zog es uns ins Landesinnere nach Ubud. Die Transfers von Hotel zu Hotel nutzten wir als Ausflugstag und Sightseeing-Programm. Viele Tempel und Naturspektakel wie Wasserfälle und Reisfelder haben wir an insgesamt drei Transfer-Tagen gesehen.

In Ubud angekommen bezogen wir eine eigene Villa mit Pool und machten es uns gemütlich. Kaum Gäste und absolute Stille mitten in der Natur bzw. inmitten von Reisfeldern angesiedelt. Das Hotel stellte uns immer ein eigenes Babybettchen zur Verfügung, doch geschlafen haben wir alle im großen Bett. Am ersten Abend dann die große Überraschung – plötzlich steht das Baby im Bettchen. In den drei Wochen Urlaub hat sich in der Entwicklung unglaublich viel getan. Vom Sitzen über Krabbeln bis hin zum Stehen. Anscheinend ist es nicht untypisch, dass im Urlaub große Entwicklungssprünge passieren. Freunde berichteten ebenfalls von solchen Schüben. Vielleicht wirkt sich die gemeinsame Zeit einfach positiv auf die Entwicklung aus.

Die letzten Tage sind wir nochmals zurück ans Meer und in die Nähe des Flughafens zurück, um den anstrengenden Rückflug mit Umstieg besser zu verkraften. Wir flogen spät abends zurück und hofften auf viel Schlaf. Doch der Jetlag lässt sich nicht so einfach austricksen wie bei Erwachsenen. Insgesamt haben wir eine Woche gebraucht, um wieder in unseren normalen Rhythmus zu kommen. Diese Woche hatte es in sich und schlauchte richtig. Dennoch planen wir bald unsere nächste große Reise und haben überhaupt keine Ängste mehr zu buchen. Denn die gemeinsame Zeit und die unvergesslichen Momente und Erinnerungen daran sind so kostbar und ich unglaublich dankbar für diese Erfahrung.

Allen fernweh geplagten die noch zögern kann ich hoffentlich mit meinen Erfahrungen etwas beruhigen. Es lohnt sich so sehr, gerade in der so anstregenden Elternzeit einen Urlaub zu nehmen. Wer ebenfalls am planen ist, dem kann ich hierzu meinen Artikel zu den Reisevorbereitungen empfehlen. Ich wünsche allen viel Freude beim Reisen.

Foto: C. Scheumann  / pixelio.de

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